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Neue Wetter-Homepage mit Wartauer Wetter

Die neue Internet-Seite www.wartauerwetter.ch bietet viele Informationen rund ums Wartauer Wetter, speziell zu den Verhältnissen in Oberschan. Neben Artikeln zu aktuellen und interessanten Wetterereignissen findet man unter dem Link „Messwerte“ die Daten der Wetterstation Oberschan. Über den Link „Prognose“ gelangt man zu einer 6-Tages-Prognose für Oberschan. Dabei handelt es sich um eine 4 mal täglich automatisch generierte MOS-Prognose von SF Meteo, dem Wetterdienst des Schweizer Fernsehens und Radios.

Informationen zur MOS-Prognose
Eine MOS-Prognose entsteht durch die Kombination von Daten von Wettermodellen, die in die Zukunft schauen, und Daten von Wetterstationen, die Informationen über das vergangene Wetter liefern. Bei der Prognose auf dieser Homepage stammen die Wettermodelldaten vom amerikanischen Globalmodell GFS, die Klimadaten von der Wetterstation in Oberschan auf Prafisuot, die seit Mai 2008 in Betrieb ist. Die automatisch generierten MOS-Prognosen sind immer mit Vorsicht zu geniessen und können sich von den Prognosen, die von Meteorologen erstellt werden, deutlich unterscheiden! Meteorologen studieren nämlich die Modelle diverser Wetterdienste. Falls das Modell des amerikanischen Wetterdienstes den Meteorologen zu einem gewissen Zeitpunkt als nicht plausibel erscheint, wird dieses Modell ignoriert und die Prognose basierend auf anderen Wettermodellen erstellt.

Was kann man aus der Graphik lesen?
In der Kopfzeile sind die Tage und die Uhrzeiten dargestellt. Da in der Meteorologie die Zeiten immer in UTC angegeben werden, ist dies auch hier so der Fall. Um zu unserer Zeit zu gelangen, gilt im Winter UTC +1 Stunde, während der Sommerzeit UTC +2 Stunden.

Im obersten Abschnitt sind Wettersymbole für den Vormittag und Nachmittag dargestellt. Gerade diese Symbole sind mit Vorsicht zu geniessen, da diese Informationen ausschliesslich auf Modelldaten basieren.

Im zweiten Abschnitt sieht man den Temperaturverlauf mit den eingezeichneten Tiefst- und Höchsttemperaturen.

Weiter unten sind Informationen zum Wind zu finden. Neben der Windrichtung sind der Mittelwind (grüne Linie) und die maximalen Windböen (rote Punkte) in km/h dargestellt. Vorsicht: Da der Windmast der Wetterstation nicht optimal aufgestellt ist und zu geringe Böen misst, sind die Prognosen basierend auf diesen Werten auch eher tief. In anderen Dorfteilen kann es zum Beispiel bei Föhn deutlich heftiger blasen als hier prognostiziert.

Im 4. Abschnitt ist die erwartete tägliche Sonnenscheindauer in Stunden angegeben.

Im untersten Abschnitt ist die erwartete Regenmenge in mm während 6-Stunden Intervallen dargestellt. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kann davon ausgegangen werden, dass im Mittel 1mm etwa 1cm Neuschnee entspricht. Bei nassem Schnee ist es natürlich weniger, bei extremer Kälte mehr. Bei Temperaturen zwischen -7 und -9 Grad kann 1 mm Niederschlag 2 cm Neuschnee bringen, bei -10 bis -12 Grad sogar 3 cm.

Juli 2010: Zuerst Rekordhitze, dann heftige Gewitter

Am Samstag den 10. Juli wurde kurz vor 18 Uhr die höchste Temperatur seit Bestehen der Wetterstation gemessen: es war 32,7 Grad heiss. Am Abend kurz nach 20 Uhr brachte dann ein mässig starkes Gewitter eine erste Abkühlung. Am darauffolgenden Sonntag dominierte bis zum späten Nachmittag nochmals die Sonne bei schwülwarmen 29 Grad. Am Abend um etwa 19 Uhr kam aber ein heftiges Gewitter auf, welches in kurzer Zeit grosse Niederschlagsmengen brachte. Bei der Wetterstation auf Prafisuot wurden innerhalb einer Stunde 14 mm registriert. Richtung Gauschla und Alvier waren die Mengen wahrscheinlich noch deutlich höher. Dies führte zu hochgehenden Bächen und diversen Schäden an Alpstrassen.

Radarbild vom 11.7.2010 um 19:10

Radarbild vom 11.7.2010 um 19:10

Regenmenge am 11.7.2010

Regenmenge am 11.7.2010

Nochmals einen Tag später, am Montag, den 12.7. war es erneut sonnig und knapp 30 Grad heiss. Gegen Abend kamen wieder verbreitet Gewitter auf. Eine heftige Gewitterzelle zog vom Glarnerland Richtung Sarganserland, dabei gab es vor allem im Raum Mels grosse Schäden durch Hagelschlag. Danach zog die Gewitterzelle leicht abgeschwächt Richtung Wartau weiter. Auch dort hagelte es noch stellenweise und die Regenmenge war mit 26 mm innerhalb von etwa 1 1/2 Stunden noch deutlich höher als am Vortag.

Radarbild vom 12.7.2010 um 19:40

Radarbild vom 12.7.2010 um 19:40

Regenmenge am  12.7.2010

Regenmenge am 12.7.2010

Hagelschaden im Rebberg Verfingis bei Gretschins

Hagelschaden im Rebberg Verfingis bei Gretschins

Interessant auch das Blitzbild: innerhalb von einer Stunde (zwischen 19:30 und 20:30) wurden in der Region rund 2500 Blitze registriert:

Blitze am 12.7.2010

Blitze am 12.7.2010